Verfasst von: Eva | 14/01/2010

Auszeit

Manchmal ist mir nach einer Auszeit.
Von der vielgepriesenen „Mitte“.
Ausgeglichenheit, Gelassenheit,
und Vernunft können mich dann mal …

Ich gebe zuweilen dem Drang nach,
unvernünftig, unangemessen,
zu Tode betrübt,
himmelhochjauchzend zu sein.
Es muss manchmal sein!

Für alles gibt es eine Zeit.
Die Zeit, in der wir danach handeln,
was wir als richtig erkannt haben,
hat Raum genug.

Es muss auch Platz für Verrücktheit sein.
Für Spontaneität ohne Angst,
unvernünftige Impulse,
gewagte Handlungen und Gefühle.

Ich mag kein Leben in Grau,
ich brauche Farbe.
Satte Zufriedenheit auf Dauer
ist nichts für mich.

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Responses

  1. Von Herz zu Herz: Danke.

  2. 🙂 🙂

  3. Hi Eva

    Darf ich diesen Artikel auf meinem Blog verlinken/publizieren? Natürlich mit dem Hinweis/Vermerk auf deinen Blog.

    Danke.

    Liebe Grüsse
    Anna

  4. Liebe Anna,

    ja, klar. Ich freu mich doch, wenn ich auf „verwandte Seelen“ treffe, die oft ähnlich fühlen oder denken. 🙂

    LG
    Eva

  5. […] Auszeit https://emj57.wordpress.com/2010/01/14/auszeit/  […]

  6. Interessant!

    Was hältst Du von Absurdität?
    Beispielsweise im Existenzialismus eines Herrn Sartre?

  7. Lieber Michael,

    das letzte Mal habe ich Sartre vor 25 Jahren gelesen. Daher kann ich dazu nicht viel sagen.
    Seine Gedanken dienen nicht gerade der Aufmunterung und davon möchte ich mich nicht so gerne anstecken lassen, auch wenn ich sie mal spannend fand.
    LG
    Eva

    • Stimmt, Sartre kann einem schon runterziehen.
      Vielleicht lieber Camus, da ist es nicht ganz so schlimm.
      Aber auch ein wenig frustrierend mit seiner Theorie des Absurden. Überall Leid und Elend, das nicht erklärbar ist und auch nicht änderbar, irgendwie sinnlos. Wo doch der Mensch immer auf der Suche ist nach Sinn in seinem Leben, muss er seine ausweglose Situation annehmen und weiter streben. Die berühmte Sysiphos-Arbeit – absurd!

    • Vielleicht – wenn ich den ganzen Tag nur nachdenken und über meine Gedanken schreiben und meinen Fokus dabei auf Leid und Elend richten würde – käme ich in ein ähnliches Fahrwasser. Absurd ist zwar vieles im Leben, aber wenn man sich zu sehr darauf konzentriert, sieht man bald nichts anderes mehr. Und das halte ich nicht gerade für erstrebenswert.
      Denken ist toll und ich liebe es, immer wieder etwas zu verstehen, das ich bis dahin noch nicht verstanden hatte. Doch ich möchte nicht mein gesamtes Leben mit Denken verbringen und in reinen Gedankenwelten aufgehen. Das waren wohl eher die Leidenschaften von Sartre und Camus – beides für meine Begriffe doch recht schwermütige Literaten.
      Wenn ich mir da Viktor Frankl im Vergleich dazu ansehe, der unter furchtbarsten Umständen ein berührendes Buch wie „Trotzdem Ja zum Leben sagen“ geschrieben hat, spricht mich das unvergleichlich mehr an.

      LG
      Eva


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