Verfasst von: Eva | 22/01/2010

Schwarzer Kaffee mit Handy

Nein – das ist keine neue Wiener Kaffeespezialität. Es ist eine von mir kreierte und sehr persönliche Variante.

Fand ich es doch noch vor ein paar Wochen unheimlich lustig, als mein Sohn mit einem gekonnten Schwung sein Handy treffsicher in der Wasserschüssel meines Hundes plazierte, kann ich heute von einem noch eleganteren Wurf berichten.

Ich lade mein Handy normalerweise an einer Steckdose in der Küche auf. Dieses Handy besitze ich aber erst seit 2 Wochen und daher ist mir der Steckmechanismus noch nicht so vertraut. Er klemmt ein wenig, sodass ich mehr Kraft zum Rausziehen brauche als ich das von meinem alten Handy gewohnt bin.

Voller Vorfreude  füllte ich frisch gekochten Kaffee in mein Häferl (für nicht-österreichische Leser: Becher). Während ich das tat, stellte ich mit einem Seitenblick fest, dass mein Handy bereits voll aufgeladen war.  Also griff ich danach – und zog wie üblich das Kabel mit etwas Druck heraus.

Es gibt Momente, die kann man später nicht mehr nachvollziehen. Meine Feinmotorik erwies sich als äußerst unzuverlässig, meine Treffsicherheit als enorm – denn im Bruchteil einer Sekunde flog das Handy in hohem Bogen genau mitten in den Kaffee hinein und verschwand. Selbst, dass es mein Weihnachtshäferl mit zwei Schutzengeln darauf war, hat nichts genützt.

Um es zu retten, griff ich sofort danach – und verbrannte mir dabei natürlich ordentlich die Finger. Er war wirklich noch sehr heiß!

Es ist zwar ein Klapphandy, das spritzwassergeschützt ist, aber als Spritzwasser geht das wohl nicht mehr durch.  Jedenfalls – auch schon egal – spülte ich es kurz ab und bearbeitete es mit Tüchern bzw. danach mit dem Haarfön.

Und die ganze Zeit über leuchtete das Display! Fast schon glaubte ich, das Kaffeebad wäre ohne Folgen geblieben, doch dem war dann doch nicht so. Sang- und klanglos wurde das Display plötzlich schwarz und das Handy gab keinen Mucks mehr von sich. Als ich auf die Einschalttaste drückte, kamen unten ein paar Tropfen Kaffee heraus …

Nun ja, vielleicht gibt es in unserer Familie ein Gen, das aktiv wird, sobald wir mit unserem Handy in die Nähe von Flüssigkeiten kommen? Denn meinem vorigen Handy – ebenfalls nagelneu –  machte ich den Garaus, indem ich es mit dem Duschstrahl (es lag auf der Kommode im Badezimmer) erwischte und mit dem ersten Handy, das mein Sohn bekam, telefonierte er in der Badewanne, wo es ihm aus der Hand rutschte und blubbernd seinem Ende entgegen sank …

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Responses

  1. Hallo Eva!
    Sehr amüsant! so kann man auch eine Begebenheit beschreiben, die für manch anderen eine Katastrophe darstellt. Wenn man mit soviel Humor durchs Leben geht, fällt einem sicher alles leichter (nicht nur aus der Hand). Besonders Deine Wortwahl ist excellent. Bitte mach weiter so, ich möchte mich wiedermal amüsieren.
    Liebe Grüße
    Annamaria

    • Liebe Annamaria,

      danke für dein Kommentar. Ich hoffe, ich muss nicht noch ein Handy opfern, um dich zu amüsieren! Heute hatte ich dennoch erneut ein Erlebnis, das zwar für meine Reaktionsschnelligkeit, nicht aber für die richtige Reaktion sprach.
      Während ich telefonierte, wollte ich Eier in den Kühlschrank einräumen. Eins ist mir entglitten und ich hab es mit meinem Körper aufhalten wollen (es rollte gerade über die Kante der Arbeitsfläche). Einen Tick zu spät – das Ei klebte mir dann am Bauch.

      Liebe Grüße
      Eva


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