Über mich

art2Ich bin 52 Jahre alt und lebe in Wien. Beruflich wickle ich Wirtschaftsumfragen ab. Mein langjähriges Interesse gilt jedoch leidenschaftlich psychologischen und soziologischen Themen. Seit über 20 Jahren habe ich mir dazu autodidaktisch Wissen angeeignet.

Persönliche Weiterentwicklung und weitestmögliche Authentizität sind mir ein ganz großes Anliegen.

Ich habe einen langen und stellenweise harten Entwicklungsweg hinter mir. Krisen blieben nicht aus, haben mich aber rückblickend jedes Mal ein großes Stück weitergebracht, indem ich alte Prägungen und überholte Sichtweisen abwerfen konnte. Ich habe mir im Laufe der Zeit viele Fragen über Menschen, ihre Seele und das Leben gestellt. Die Antworten, die ich nach und nach gefunden habe, möchte ich hier niederschreiben.

Zusätzlich werde ich auch immer wieder Geschichten, Zitate, Fotos und Buchzusammenfassungen reinstellen. Ich würde mich freuen, wenn mein Blog zum Nachdenken und Reflektieren anregt – oder manches zu lesen, das einfach nur Spaß macht.

Responses

  1. Liebe Eva,

    ich möchte Dir hiermit gerne meine Meinung zu Deinem Blog mitteilen und Dir auf meine ganz persönliche Art gratulieren. Eventuell überraschen Dich die Perspektiven meiner Abhandlung ein wenig, da ich weder an Psychologie, Astrologie, Esoterik noch an verwandten Themengebieten sonderlich interessiert bin. Jedoch bin ich davon überzeugt, dass ein guter Kommentar zu einem Schriftstück oder in diesem Fall einem Webblog nicht zwingend den sachlichen Inhalt desselben berühren muss.

    Vielmehr ist es sogar manchmal von Vorteil, von neutraler Position aus, quasi inhaltsfremd, die Rahmenbedingungen, die Methodik sowie Erscheinungsbild und Intention zu analysieren.

    Beinahe jeder intelligente Mensch (definiert im Sinne von Descartes) vermisst dann und wann die Möglichkeit sich bei den richtigen Zuhören zum richtigen Zeitpunkt über die richtigen Themen zu erleichtern. Denn dass bei jeglichem Auftreten eines Bedürfnisses nach Kommunikation jeweils im passenden Moment der persönlich und themenspezifisch passende Gesprächspartner präsent ist, halte ich für eine schiere Unmöglichkeit. Manche mögen etwas mehr Glück mit ihren Mitmenschen, manche etwas weniger haben. Doch ganz bestimmt ist niemandes Kommunikationsbedürfnis zu keiner Zeit gänzlich gestillt. Was Du jedoch tust halte ich in dieser Hinsicht für sensationell. Du kehrst den Spieß um und verwandelst eine beinahe unendlich große Öffentlichkeit in Dein Publikum, die Menge Deiner Zuhörer und fallweise auch Gesprächspartner. Jetzt fragst Du Dich vielleicht, was meint er denn damit? Existiert nicht eine Unsumme von Webblogs, die meinem ähneln oder zumindest aus selbiger Absicht verfasst wurden? Die Antwort ist Nein, liebe Eva: Wenn Du die anderen aufmerksam begutachtest, so wirst Du feststellen, dass jeder einzelne ein externes Ziel verfolgt. Etwa etwas zu bewerben, etwas zu erklären, ein Missverständnis aufzudecken, etwas zur Verfügung zu stellen, was auch immer…

    Die Eigenschaft, die Deinen Blog so wertvoll und einzigartig macht ist, dass Du nicht versuchst irgendjemand in irgendeiner Hinsicht bezüglich irgendeines Themas gedanklich zu lenken. Du schreibst diesen Blog für Dich und nicht um irgend einer Sache willen. Diese Tatsache finde ich wunderbar.

    Eines möchte ich noch hinzufügen: Was überdies noch sehr schön an Deinem Werk ist: Das Lesen macht Spaß. Du kannst einen ausgenommen guten Schreibstil Dein Eigen nennen. Er erinnert mich an die Art einiger Schriftsteller zu schreiben. Um Dich nicht zu kategorisieren werde ich jedoch keine Namen nennen, nur erwähnen, dass es nicht jene sind, die mit Metaphern, Pleonasmen, Tautologien und einer Unsumme an Fremdwörtern mit der Sprache zu spielen wissen, nicht jene, die, sei aus aus Erfahrung oder des Talents wegen, eine Spannung aufbauen zu vermögen, sondern an jene, die schreiben, weil sie es möchten und müssen.

  2. Das ist wirklich eine schöne Rückmeldung! Zwar weiß ich nicht, wer du bist, aber das darf ja sein, sonst hätte ich keine anonymen Kommentare erlaubt.
    Ja – das mit ’schreiben müssen‘ stimmt schon. Es war schon immer mein bevorzugtes Ausdrucksmittel und steht mir sehr nahe. Wie andere am Zeichnen oder Malen Freude haben, habe ich sie am Schreiben. Fremdwörter, Tautologien, Pleonasmen sind nicht mein Stil – Metaphern mag ich eher, verwende sie aber nur selten, weil wenn, müssen sie wirklich treffend sein und sie ergeben sich eher, als dass ich nach ihnen suche.

  3. Hallo Eva, Wien und Hamburg sind sich näher als man meinen könnte. Hebbel, Brahms und ander Norddeutsche zog es nach Wien. Als Rat für die Sensiblen denke ich an Schweingruber, – „allle Sensiblen sind gierig“. In der Liebe etwa neigen sie zur Übereilung. Sie bestürmen das Liebste und lassen dabei manche kleinen Annäherungs-Schritte aus, die vorausgehen müssen. Dann kann es zur „Hinwendungs-Verkrampfung“ kommen.
    Bei klarer Kälte strahlt hier die Sonne.
    Lichtgrüsse an dich aus Hamburg.
    Wilhelm, auf http://www.empfindsam.de
    der CLOWN

  4. Wie wahr, wie wahr! Es braucht aber leider lange, bis einem das bewusst wird. Die meisten Hochsensiblen sind ja nicht mit dem Wissen über diese „Eigenarten“ aufgewachsen und müssen sich erst langsam dahin hanteln, die eigenen Mechanismen zu verstehen.

    Liebe Grüße
    Eva

  5. Hallo Eva,

    zufällig habe ich dich hier gefunden
    zufällig gefällt es mir hier gut
    zufällig habe ich dir diese Dinge geschrieben

    Zufälle gibt es nicht.

    T

  6. hallo eva
    herzlichen dank für diesen beitrag. ist es nicht wunderbar, irgendwann
    durch zufall (?!) auf jemanden zu treffen, der genau das niederschreibt,
    was man selbst glaubt erfahren zu haben ? seit jahren versuche ich den offensichtlichen zusammenhängen von ads und hs näher zu kommen.
    es liegt wohl an dem wissenschaftsbetrieb und seinen eigengesetzlichkeiten, dass hier so streng unterschieden wird. entweder oder ?
    erst zusammen beobachtet werden
    manche besonderheiten verständlich, die einzeln betrachtet vielleicht erst einmal für eine abgrenzung der phänomene sprechen.
    kommen dann noch aspekte von hochbegabung, oder formen des
    hss (high sensation seeking) dazu, ergeben sich scheinbar widersprüchliche
    eigenschaften und verhaltensweisen. so kehrt man gerne zu weniger komplexen schubladen zurück. besonders als betroffener.

    ich glaube aber, dass erst diese widersprüche zu den oft beschriebenen
    problemen im leben führen.
    eines tages werden die neurowissenschaften sicher plausibele erklärungen finden, die es erlauben auch mischformen zu „klassifizieren“, was offenbar
    für den wissenschaftlichen dialog notwendig erscheint. ok…

    ich bin kein wissenschaftler, aber im zusammenhang mit meinen bemühungen um das phänomen der kreativität bin ich immer wieder auf die gleichen „typen“ gestoßen.
    wie gut, dass mozart und newton handfeste diagnosen erspart bleiben…

    alle besonderheiten werden im hinblick auf ihre gesellschaftliche verwertbarkeit entweder als genial, oder krankhaft eingestuft.
    immer wieder geht es um mehr oder minder starke filterfähigkeiten in der wahrnehmung und die damit einhergehende verarbeitung.
    oder die flucht und ihre mechanismen. in den rausch, die einsamkeit,
    oder die fast unmenschliche schaffenskraft.

    gelingt es daraus im künstlerischen sinne „kapital zu schlagen“, bleiben die menschen mit diesem besondern erfolg im gesellschaftlichen gefüge akzeptiert, oder werden sogar verehrt.
    bleibt die „kapitalisierung“ der gabe (ich nenne das so)
    aus, dann werden die unzulänglichkeiten zum besonderen merkmal.
    wir lieben mozart ja nicht wegen seiner zechgelage oder seiner frauengeschichten.
    umgekehrt ist aber nicht jeder, der „nix anbrennen läßt“
    eine hochbegabung.

    der hang der „kreativen klasse“ zu sex and drugs and rock n roll erklärts sich vielleicht aus der mischung von sensibilität und sensation seeking.

    das langeweile schockartig jede konzentrationsfähigkeit raubt,
    ablenkung und sensation um (fast) jeden preis aber dem bild eines hochsensiblen menschen widerspricht, gehört zu den schwer auflösbaren
    paradoxieen in diesem anstrengenden mix.
    nur im kreativen akt können die suche nach neuem erleben und die flucht
    aus der eintönigkeit zu konzentration auf die sache gelenkt werden.
    im idealfall entsteht flow… ein erlösender zustand mit rauschahften anteilen, bei absoluter gegenwärtigkeit.

    ich weiß wovon ich rede…
    ein ausgesprochen ausgeprägtes gefühl für leidende und benachteiligte, ein leben nach strengen ethischen grundsätzen (aber eben den eigenen) scheint ebenso widerspüchlich für den wilden artisten, der nach rauschhaftem erleben sucht, obwohl
    ein kinderlied oder ein märchen ihn zum weinen bringt.

    suchen wir also nicht nach dem vermeintlich schlüssigen, sondern wenden wir uns den brüchen und paradoxieen zu, dann werden wir der sache näher kommen, als unser heil in vermeintlich runden und eingängigen erklärungsmustern zu suchen.

    ich arbeite dran… 🙂
    herzlichen dank und liebe grüße
    bernd

  7. Hallo Bernd,

    vielen Dank für deinen spannenden Kommentar.

    ich glaube, dass Wissenschaft sehr wichtig ist. Sie hat eine Menge Dinge erforscht, transparenter gemacht und damit zur Aufklärung beigetragen. Ich bin überzeugt davon, dass es dem Wesen des Menschen entspricht, nach immer mehr Wissen zu streben (kollektiv gesehen), weil der Drang nach Verstehen von Zusammenhängen Teil der Spezies Mensch ist. Das zeigt ja deutlich die Entwicklung.

    Aber wovon ich weniger halte, ist totale Wissenschaftsgläubigkeit (wie du vielleicht durch meinen Blog schon bemerkt haben dürftest, halte ich von überhaupt keiner totalen Gläubigkeit viel). Wissenschaft befindet sich immer auf einem gewissen Stand und ist längst nicht allwissend. Außerdem befasst sie sich mit Fragestellungen, die im Kontext der jeweils aktuellen soziokulturellen Sichtweise liegen.

    Ich habe ja vor kurzem sozusagen als Hobby begonnen, Psychologie zu studieren. Ich wollte mir einfach ansehen, was die wissenschaftliche Psychologie hergibt und was da so getan, geglaubt, gedacht wird. Es ist spannend, aber durch und durch ernst kann ich sie leider nicht nehmen. Dazu ist sie mir zu begrenzt (eben „wissenschaftlich“). Was nicht heißt, dass ich es nicht gut finde, nach wissenschaftlichen Regeln nach „Wahrheit“ zu suchen (allemal besser als sich von obskuren Glaubenslehren vereinnahmen zu lassen), aber die wissenschaftliche Vorgehensweise führt auch dazu, dass vieles auf der Strecke bleibt. Und wenn man so ein Studium (besonders im Fernstudium) in einer „angemessenen“ Zeit absolvieren möchte, hat kritisches Denken in Bezug auf die Inhalte überhaupt keinen Platz, oft ist nicht einmal richtiges Verstehen angesagt. Man wird zur Lernmaschine getrimmt, die riesige Stoffmengen möglichst detailgetreu bei Klausuren reproduzieren soll.

    Man übernimmt also im Normalfall eine vorgegebene Denkweise. „Experimente“ und wissenschaftliche Untersuchungen messen ziemlich strikt bestimmte „Variablen“ des Verhaltens und die Bewertung erfolgt nicht nur danach, ob sich Menschen im Leben geborgen fühlen, sondern sie orientieren sich an der Norm. Die Norm ist jedoch das, was „angemessen“ ist und was angemessen ist, ist das, was sozial akzeptiert und erwünscht ist.

    Das beeinflusst nicht nur von außen, sondern auch von innen, da wir naturgegeben alle stark sozial ausgerichtet sind. Menschen können sich auch ziemlich unglücklich fühlen, weil sie „nicht ins System“ passen und bei so einem komplexen Thema wie ADHS, wo genervte Eltern, deren Kind trotz aller Bemühungen nicht „anzupassen“ ist, wird diesen Zusammenhängen weit weniger Aufmerksamkeit geschenkt als den „Fakten“, die am Kind beobachtbar sind.

    Natürlich gibt es auch Wissenschaftler, die weit mehr im Blick behalten, aber damit machen sie sich schon fast mehr zum Philosophen als zum Psychologen (im wissenschaftlichen Sinn). Daher halte ich selbständiges Denken für äußerst wichtig! Vom einem Extrem der Erklärung (da läuft was falsch im Gehirn und das sollte man mit Medikamenten beeinflussen) bis zum anderen (das sind „Indigo-Kinder“ und dgl. Unsinn mehr), kann es letztlich um ganz andere Zusammenhänge gehen.

    Ich glaube aber nicht, dass unsere heutige Wissenschaft das erforschen wird oder möchte, denn ihr Zugang ist ein anderer. Mag sein, in 100 Jahren findet man die heutige Theorie genau so rückständig wie wir längst überholte Theorien finden, vermutlich sogar ziemlich sicher.

    Jedoch entwickeln sich wirklich neue Anschauungen trotz rasanter technischer Fortschritte (und damit einhergehender veränderter Sichtweisen und Gewohnheiten) in Bezug auf neue kollektive Zugänge zum Leben äußerst langsam. Und oft überhaupt nur durch revolutionäre Entwicklungen, die dann meist noch eine Zeitlang bekämpft werden, wenn sie so gar nicht ins alte Bild passen.

    Trotzdem kann sich der Mensch als selbständig denkendes Wesen einen viel weiteren Blick erwerben – wenn er alles einsetzt: Wissen, Erfahrung, Gespür, Intuition. Ich würde das als eine Form von „Meta-Überlegungen“ ansehen und dafür sind wissenschaftliche Teildisziplinen nicht wirklich berühmt. 🙂

    LG
    Eva

  8. Ein sehr schöner Blog, vielen Dank für das Teilen von Gedanken und Erfahrungen, und für die interessanten Fotos. Liebe Grüße

    • Vielen Dank und liebe Grüße aus Wien. Eva

  9. hallo eva,
    bin über die beschäftigung mit the work von katie byron auf deinen blog gestoßen. haben mir angewöhnt, bei recherchen über denkmodelle auch gleich als suchbegriff kritik an… einzugeben und bin so auf deine einschätzung gestoßen. dein kommentar deckt sich mit meiner einschätzung der methode. liebe grüße. veronika

  10. Liebe Eva,
    dein Blog hat mich begeistert, nicht nur wegen den süßen Hundefotos und deinen außergewöhnlichen Bildern, sondern vor allem wegen der interessanten Persönlichkeit und der Energie, die hier transportiert wird. Ich bin noch neu in der Bloggerwelt, vieles verwirrt mich noch, aber hier bin ich hängen geblieben 😉 Vielen Dank für deine Beiträge!
    Alles Liebe
    Evelyn

    • Danke für deine positive Rückmeldung!
      LG
      Eva


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